Geschäftsbericht
Das Jahr 2009 war von großen Schwankungen der Finanzmärkte und der wirtschaftlichen Rahmendaten geprägt. Der DAX markierte im März 2009 mit 3.589 Punkten seinen Jahrestiefpunkt, um in den nachfolgenden Monaten zu einem ungewöhnlich schnellen Anstieg auf 6.000 Punkte zum Jahresende anzusetzen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um 5 %, was in der Nachkriegszeit einmalig ist.
Beachtenswert stabil zeigte sich der Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenzahl erhöhte sich von 3,26 Mio. auf 3,42 Mio. Die Staaten mussten der globalen Wirtschaft viel Liquidität zur Verfügung stellen, um eine größere Krise zu vermeiden. Die Leitzinsen der EZB wurden in Schritten auf 1 % gesenkt. Der Euro schwächte sich gegenüber dem USDollar nach Höchstständen im November 2009 kontinuierlich ab.
Die Warburg Bankengruppe, zu der neben M.M.Warburg & CO sechs Tochterinstitute in Deutschland und je eins in Luxemburg und der Schweiz gehören, hat in diesem Umfeld einen erfreulichen Jahresüberschuss erzielt. Sie steigerte ihr Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr (€ 52,0 Mio.) um 26,3 % auf € 65,7 Mio.
Die M.M.Warburg & CO KGaA als Mutterbank hat 2009 einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von € 61,3 Mio. erzielt. Damit wurde das Vorjahresergebnis (€ 46,8 Mio.) um 31 % übertroffen.
Das Ertragswachstum war ohne Ausweitung der Bilanzsumme möglich. Die Bilanzsumme der Warburg Bank reduzierte sich leicht auf € 4,53 Mrd. (Vorjahr € 4,55 Mrd.), das Geschäftsvolumen auf € 4,63 Mrd. (Vorjahr € 4,79 Mrd.). Die Bilanzsumme der Warburg Bankengruppe ermäßigte sich auf € 8,75 Mrd. (Vorjahr € 8,96 Mrd.), das Geschäftsvolumen auf € 8,89 Mrd. (Vorjahr € 9,23 Mrd.).
Wir haben unverändert unter Verzicht auf die Ausübung von Wahlrechten nach dem deutschen Handelsgesetzbuch bilanziert. Dabei kam ausnahmslos das strenge Niederstwertprinzip unter Beachtung der Imparität zur Anwendung.
Fast das gesamte Jahresergebnis verwenden wir zur weiteren Stärkung im Verbund; insgesamt € 50 Mio. stellen wir zur kapitalmäßigen Unterlegung unserer Bankaktivitäten zur Verfügung. Die haftenden Mittel der Bankengruppe stiegen um € 40 Mio. von € 480 Mio. auf € 520 Mio. Die Bank selbst weist Eigenmittel nach KWG in Höhe von € 327,4 Mio. aus. Die Gesamtkennziffer der Bank nach der Solvabilitätsverordnung verbesserte sich auf 12,8 % (Vorjahr 10,4 %). Die Kernkapitalquote beträgt für die Warburg Bank 10,3 %.

