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Geschäftsbericht

Das Jahr 2010 war ein Jahr der Gegensätze. Weltweit erholten sich viele Unternehmen von der Finanzkrise. Die Börsenkurse zogen zum Jahresende an. Der DAX verzeichnete sogar einen Anstieg von 16,1 %. Auf der anderen Seite wuchs die Verschuldung der Staaten weiter, insbesondere im südlichen Europa.
 
Besonders deutlich war die wirtschaftliche Erholung in Deutschland, das in Europa wieder die Führungsrolle als Wirtschaftslokomotive übernommen hat. Das deutsche BIP-Wachstum lag zum Jahresende bei 3,6 % und übertraf die meisten Prognosen vom Beginn des Jahres. Unternehmen mit weltweit gefragten Produkten haben hierzu wesentlich beigetragen. Wir sehen das Jahr 2010 als Beginn einer Erholung der Weltwirtschaft, die sich trotz vereinzelter Rückschläge fortsetzen dürfte. Dies gilt auch, obwohl die Auswirkungen der Natur- und Umweltkatastrophe in Japan sowie der Unruhen in Nordafrika und der arabischen Welt noch nicht absehbar sind.
 
In dem für 2010 beschriebenen Umfeld erwirtschafteten die Warburg Bank und ihre Tochterinstitute in Deutschland, Luxemburg und der Schweiz (Warburg Bankengruppe) auf addierter Basis ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von € 55,2 Mio. (Vorjahr € 65,7 Mio.). Das Ergebnis der Schwäbischen Bank ist hierin nicht enthalten.
 
Die M.M.Warburg & CO KGaA als Mutterinstitut erzielte ein abführbares Ergebnis vor Steuern in Höhe von € 50,6 Mio. Daneben werden € 15 Mio. zur Stärkung des Eigenkapitals in die Gewinnrücklage eingestellt. Das Jahresergebnis 2010 vor Steuern addiert sich damit auf € 65,6 Mio. (Vorjahr € 61,3 Mio.). Die Warburg Bank konnte somit auch in den Jahren der Finanzkrise (2007 – 2010) eine beständige Ertragskraft vorweisen.
 
Die Bilanzsumme der Warburg Bankengruppe haben wir von € 8,8 Mrd. auf € 8 Mrd. reduziert, indem wir Risikoaktiva abgebaut haben. Die Degussa Bank ist in diesen Zahlen nicht enthalten und wird separat berichten. Die Bilanzierung erfolgte wie gewohnt nach dem deutschen Handelsgesetzbuch, ohne Wahlrechte ausüben zu müssen. Wir folgen dabei dem strengen Niederstwertprinzip unter Beachtung der Imparität. Die Umstellung auf die neuen Regeln des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) haben wir durchgeführt, ohne Übergangswahlrechte auszunutzen. Wir haben hierdurch Belastungen im Jahr 2010 in Kauf genommen. Dies gilt insbesondere für Rückstellungen bezüglich der Pensionsleistungsverpflichtungen, die in voller Höhe im Jahr 2010 vorgenommen wurden.
Das Jahresergebnis verwenden wir wieder maßgeblich zur Eigenkapitalstärkung des Verbunds. Die haftenden Mittel bzw. das Eigenkapital nach KWG stiegen 2010 um € 44 Mio. auf € 564 Mio. Die Anhebung der Kapitalanforderungen durch Basel III und die Vorgaben der Bankenaufsicht haben uns veranlasst, uns frühzeitig einen ausreichenden Eigenkapital-Spielraum zu verschaffen. Die Warburg Bankengruppe erfüllt alle neuen Kapitalanforderungen. Die Gesamtkennziffer für das Mutterhaus beträgt 12 % und die Kernkapitalquote 9,9%.
 

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